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11.03.2010, 13:05
Leserbrief Kea's Shunttagebuch
Verfasst am: 11.09.2007, 16:40

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Leserbrief zum Thema „Kea`s Shunt-Tagebuch“

eingesendet von Kai Kittel

Es ist schön, die hier dargestellte, ziemlich bewegende Geschichte im Zeitraffer zu erleben.

Kea´s Geschichte hat ein Happyend.

Sicher auch, weil Kea doppeltes Glück hatte: Ein unbändiger Drang Leben zu wollen und eine an ihre Gesundung glaubende Familie. Eine Familie, die emotional und vermutlich auch finanziell für ihren Hund an ihre Grenzen gegangen ist.

Entbehrungen für ein tierisches Lebewesen! Dieser für die Gesellschaft völlig absurde Satz findet ihre Beweiskraft in den lapidaren Auskünften der involvierten Tierärzte aber vor allem der des Züchters.

Die Gleichgültigkeit des Züchters lässt erahnen, was mit Kea passiert wäre, hätte sich kein Käufer für Sie gefunden. Sicherlich wäre sie kein Forschungsobjekt im Utrechter Klinikum geworden, eher ein Stückchen anonyme Ammoniak-Seife.

Was geht in solchen Menschen vor? Kann man hier in der Diskussion noch Unterscheidungen hinsichtlich der Züchtertätigkeit vornehmen? Oder muss man bereits moralistische Ansprüche verneinen?

Fest steht, dass nach wie vor das Tier in der Moralhierarchie weit hinter unbeweglichem Konsumgut gastiert, da hat sich dieser Züchter wohl nur der breiten Mehrheit angepasst. Fragen wir ihn doch einfach mal, ob er eher seine Waschmaschine reparieren lassen oder einem Hund ein zweites Leben schenken würde.

Der geneigte Leser wird die Antwort erahnen.

Vielen Tieren ist dieses Happyend nicht gegönnt. Sie verenden abgemagert und krank in viel zu kleinen Käfigen; werden in grausamer Art und Weise dem Leben entrissen oder sterben nach einem langen Leidensweg in den neuen Familien.

Es bleibt zu hoffen, dass in der juristischen Nachbereitung des Falles ein Exempel statuiert wird, welches den Züchter da trifft, wo es ihm am meisten schmerzt: Im Geldbeutel!

Der Entzug der Existenzgrundlage ist die einzige Möglichkeit Keas, Fridolins und Bennies eine Chance für ein adäquates Leben zu geben und die hohe Rate an qualvoll physisch und psychisch malträtierten Lebewesen einzudämmen.


Anmerkung der Redaktion:
Der Züchter dieses Hundes züchtet NICHT im VDH

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