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Autor Susann of Ibengarden Datum 14.6.2006, 14:15 Aufrufe 2735
Beschreibung Wenn der Rücken schmerzt ...
Kategorie B Typ Doku
Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfall beim Hund

Beim Dackel und auch bei anderen Hunderassen (vor allem Pekinese, Cocker-Spaniel, Zwergrassen, Basset, Schäferhunde und andere Rassen) tritt die im Volksmund sogenannte "Dackellähme" auf. Dabei kommt es dann zum Vorfall von einer Bandscheibe in den Wirbelkanal. Für die Symptome ist die Geschwindigkeit des Vorfalls, der Grad der Vorwölbung bzw. des Vorfalls, die Lokalisation (Hals-, Brust,- Lendenwirbelsäule) und letztendlich der Grad der Zerstörung des Rückenmarks ausschlaggebend.
Man unterscheidet insbesondere 2 Grade von Vorfällen sowie Vorfälle im Bereich der Halswirbelsäule (HWS-Syndrom):

Grad I, Unvollständiger Vorfall:

Die Bandscheibe ist nur mehr oder weniger stark vorgewölbt, der Bindegewebsring um sie herum aber noch intakt (Abb. 1). Es wird lediglich ein Druck auf das Rückenmarkt ausgeübt. Dieser führt meist zu Schmerzen, die sehr stark sein können, seltener zu deutlichen Lähmungserscheinungen. Es kann allerdings bereits ein wankender Gang, aufgekrümmter Rücken, eventuell das Schleifenlassen einer oder beider Hintergliedmaßen gesehen werden. Das Standvermögen kann aber noch vorhanden sein. Dieses Bild kann in unterschiedlichen Abständen immer wieder auftreten und geht meist einem vollständigen Vorfall voraus.

Grad II, Vollständiger Vorfall:

Der Bindegewebsring um die Bandscheibe ist gerissen, das Bandscheibenmaterial ist in den Rückenmarkskanal vorgefallen und hat dieses verdrängt bzw. zerstört (Abb. 2). Die Symptome können in leichteren Fällen denen von Grad I ähneln, meist sind sie jedoch schwerwiegender. Je nach Lokalisation des Vorfalls kommt es zu Lähmungserscheinungen im Bereich der Hinter- und eventuell auch der Vordergliedmaßen. Im häufigsten und typischen Fall des Krankheitsbildes hat der Hund eine sogenannte "hundesitzige Stellung". Der Patient kann nicht mehr laufen, da aufgrund der vollständigen Lähmung eine kontrollierte Bewegung der Hinterbeine nicht mehr möglich ist.

Therapie:

Für die Wahl der Therapie ist insbesondere der Grad der Erkrankung entscheidend. Allerdings gibt es viele Grenz- und Ausnahmefälle. Insbesondere Vorfälle im Bereich der Halswirbelsäule (HWS-Syndrom) können so schmerzhaft sein, dass auch ohne Ausfallserscheinungen eine Operation sinnvoll ist.

Grad I:

Mit Ruhe und Bewegungseinschränkung (Leinenzwang, Brustgeschirr, Verbot zu springen und Treppen zu laufen) sollte anfänglich behandelt werden. Physiotherapie und Schwimmen sind für die Heilung hilfreich. Entzündungshemmende und muskelentspannende Präparate werden verabreicht, um den Druck auf das Rückenmark zu vermindern.

Grad II:

Auch viele Fälle von Grad II können mit den oben genannten Maßnahmen wieder gesund werden. Bei kompletten Vorfällen und vollständiger Lähmung kann jedoch eine Operation erfolgversprechender sein. Vorraussetzung ist ein erhaltenes Schmerzempfinden in der Gliedmasse und eine rechtzeitige Vorstellung (möglichst innerhalb der ersten 12 Stunden nach dem Eintreten der vollständigen Lähmung) beim Tierarzt. Wenn kein Schmerzempfinden mehr vorhanden ist, sind die Heilungschancen sehr schlecht.

Durch die Operation wird versucht das Rückenmark zu entlasten sowie den Druck und damit das Fortschreiten der Zerstörung zu verhindern. Das vorgefallene Bandscheibenmaterial wird entfernt.
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