Offener Brief....


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Franki
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 07:33    Titel: Offener Brief....    

Zitat:
Offener Brief an die Mitarbeiter von gewissen Tierschutz-Organisationen. Er richtet sich in erster Linie an die Organisationen, mit denen ich in letzter Zeit als Hundetrainerin sehr negative Erfahrungen machen durfte.

Liebe Mitarbeiter von Tierschutz-Organisationen,

ich möchte Ihnen ein paar Zeilen schreiben, um meine Erfahrungen mit Ihnen zu teilen, meine Meinung dazu kund zu tun und eindringlich an Sie zu appellieren.

Vermehrt kam es in den letzten Monaten zu folgenden Szenarien: Im Internet wurden Hunde auf den Websites bestimmter Auslands-Tierschutz-Orgas als „problemlos“, „sehr lieb“, „verschmust“, „idealer Familienhund“, „sehr gut verträglich“, „kerngesund“,… beschrieben und zukünftigen Hundehaltern über alle Maßen angepriesen. Nachdem die Hunde von den Haltern (oft sogar schon am Flughafen) in Empfang genommen wurden, zeigten sich zu Beginn und auch im Laufe des weiteren Zusammenlebens erhebliche Probleme ab.
Die übernommenen Hunde waren seelisch und körperlich schwer geschädigt. Hochgradig aggressiv, extrem ängstlich, bissig. Ich habe Hunde gesehen mit Bindehautverdickung, Hodenkrebs im Endstadium, Leishmaniose in schwerer Ausprägung. Einer der Hunde musste wenige Wochen nach seinem Einzug einschläfert werden. Die Heftigkeit der körperlichen und seelischen Störungen ließ darauf schließen, dass die Hunde bereits seit längerer Zeit Verhaltensauffälligkeiten und erhebliches, körperliches Unwohlsein zeigen mussten. Das musste auch den Tierschutz-Orgas aufgefallen sein. Den Hundehaltern, die sich für einen Hund aus zweiter Hand entschieden haben, wurde das aber verschwiegen.

Liebe Mitarbeiter, das ist Beschiss! Sie bringen auf diese Weise großes Leid über Hunde und Menschen. Da ich das nicht mehr mit ansehen kann, werde ich in Zukunft nicht mehr zögern, den geschädigten Hundehaltern eine Anzeige wegen Betrugs gegen die entsprechende Orga zu empfehlen.

Mein Appell an Sie:
Bitte seien Sie ehrlich in Ihren Beschreibungen. Ist der zu vermittelnde Hund ein Schatz, dann sollen Sie das natürlich schreiben. Sollten Sie aber einen Hund nach Deutschland bringen, der extrem aggressiv oder ängstlich ist, dann teilen Sie das den zukünftigen Hundeeltern bitte mit! Sollten Sie der Meinung sein, dass ein Hund mit einer ehrlichen Beschreibung hier keine Vermittlungschancen hat:
LASSEN SIE DEN HUND, WO ER IST!

Teilen Sie den zukünftigen Hundehaltern ebenfalls mit, falls der Hund krank sein sollte und dringend ärztlicher Hilfe bedarf. Sollten Sie der Meinung sein, dass ein kranker Hund hier keine Vermittlungschance hat, wenn Sie ehrlich sind:
LASSEN SIE DEN HUND, WO ER IST!

Es ist keine besonders gute Idee, einen Hund an Halter zu vermitteln, die den Kandidaten erst wenige Tage zuvor auf einem Foto gesehen haben und sich nur auf Ihre geschönte Beschreibung verlassen. Bringen Sie den Hund her, lassen ihn sich in einer kompetenten Pflegestelle eingewöhnen und suchen Sie in Ruhe die passenden Halter. Sollte Ihre Tierschutz-Orga nicht über genügend kompetente Pflegestellen verfügen:
LASSEN SIE DEN HUND, WO ER IST!

Wenn der Hund in seinem Heimatland unter unwürdigen Bedingungen leben muss:
TUN SIE ALLES, WAS IN IHRER MACHT STEHT, UM DIE BEDINGUNGEN VOR ORT ZU VERBESSERN!

Mir ist schon klar, dass das nicht einfach ist. Aber Sie tun nichts Gutes, wenn Sie so weiterarbeiten wie bisher. Sie bringen großes Leid über Hunde und Halter. Ich habe in den letzten Monaten immer wieder wütende und traurige Menschen gesehen. Menschen, die Sie nach der Vermittlung einfach mit dem problematischen Hund im Stich gelassen haben. Auf diese Weise schädigen Sie nicht nur Hunde und Halter, sondern Sie bringen auch die Orgas in Verruf, die großartige Arbeit leisten!

Richten Sie Ihre Arbeit bitte nicht darauf aus, möglichst viele Hunde zu möglichst großem Profit hier in Deutschland zu verschachern.

Richten Sie Ihre Arbeit bitte darauf aus, möglichst vielen Menschen den perfekt passenden Hund zu vermitteln und beide damit glücklich zu machen!

Dann tun sie Gutes, das diesen Namen auch verdient!

Liebe Grüße,

Sonja Meiburg
Hundeschule Holledau


Das ist längst überfällig, dass das auch mal so offen gesagt wird! Kann dem nur zustimmen.
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Fee
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 09:18    Titel:    

Es ist alles gesagt und dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Schließe mich in allen Punkten an.
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Möglicherweise haben Menschen, die ihr Leben mit Tieren teilen, eine Herzkammer mehr.
diavolo
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 09:32    Titel:    

einfach nur traurig...

ich finde sowieso, das wir in Deutschland genug Hunde im Tierheim haben, die ein neues Zuhause suchen. Bevor Hunde aus dem Ausland geholt werden, sollten diese erst einmal vermittelt werden...

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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 12:06    Titel:    

In den Tierschutzorgas gibt es genauso viele schwarze Schafe wie bei den Züchtern.
Mag zunächst niemand glauben, aber es ist leider so - zudem gibt es einige "getarnte" Tierschutzorganisationen, die Welpen oder auch tragende Hündinnen im Osten kauft und sie werden hier als Notfallhunde angepriesen.

Diese schwarzen Schafe machen leider, auf beiden Seiten, Tierschutz und Zucht, den Ruf aller zunichte.

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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 12:11    Titel:    

GOOD POST Klatschen Anja, genauso ist es wohl, leider.
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Franki
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 13:16    Titel:    

Zitat:
Diese schwarzen Schafe machen leider, auf beiden Seiten, Tierschutz und Zucht, den Ruf aller zunichte.


Wobei der seit Jahren vielfach genutzte Begriff der "schwarzen Schafe" impliziert, dass es sich in einer Herde voller weiße Schafe um einzelne wenige Ausnahmen handelt.
DAS sehe ich allerdings nicht so, von wenigen kann in beiden Genres überhaupt keine Rede sein! Zu viele sind Opportunisten. Und da wo der Rubel rollt oder der Erfolg leicht erreichbar ist, sind mehr als genug allzu gerne bereit sich selbst oder die Hunde im wahrsten Sinne des Wortes zu verkaufen. Traurig

Ja und das ruiniert in der Tat sehr vieles, was vom Grundsatz her eine positive Sache ist.
Umso wichtiger dass dieses Thema aufgegriffen wird, manche Tierheime sind voll mit Auslandstierschutzhunden, ein absoluter Irrsinn. Man holt die Hunde dort aus dem Tierschutz, hier sind die Halter überfordert oder können die finanziellen Bürden nicht mehr schultern (wir reden hier tw von vielen tausend Euro Behandlungen wg verschwiegener oder nicht sorgfältig diagnostizierter Krankheiten) und dann kommen sie wieder in den Tierschutz und leben in den Tierheimen hier weiter und blockieren die Plätze für andere Hunde. Die Menge ist auch ein Problem. Und das nächste Problem ist, dass man sich Hunde qua Foto aussucht. Alleine das finde ich schon daneben, Hund und Halter müssen doch auch zusammenpassen, man sucht sicht doch ein Familienmitglied nicht per Foto aus einem Katalog aus!
Franki
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 13:19    Titel:    

Zitat:
Köln (aho) – In Nordrhein-Westfalen sollen nur noch solche Tierheime eine Förderung des Landes erhalten, die keine Auslandshunde importieren und vermitteln. Das sagte heute Dr. Ralf Unna vom Landestierschutzverband NRW dem WDR unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf. Der Veterinärmediziner kritisierte dem Import von Hunden aus Ost- und Südeuropa mit Hinweise auf unheilbare Infektionskrankheiten wie die Leishmaninose, die heimische Hunde und Menschen gefährden. Zudem äußerte er rechtliche Bedenken wegen des Importes über sogenannte Flugpaten.

Dem WDR-Bericht zur Folge blockieren in vielen Tierheim Auslandshunde die Heimplätze, so dass heimische Fund- und Abgabehunde abgelehnt werden müssen. Im Tierheim Velbert, das vor drei Wochen durch das Kreisveterinäramt wegen hygienischer, baulicher und personeller Mängel geschlossen wurde, leben zur Zeit 45 Hunde. Nur neun davon sind aus Deutschland. Auch die Tierheime in Solingen und Wermelskirchen vermitteln nach Recherchen des WDR Hunde aus Osteuropa, Spanien, Griechenland und anderen Mittelmeerländern.

http://www.animal-health-online.de/....-mit-auslandshunden/7073/

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Von 45 Hunden sind 9 aus Deutschland.
Ellie1968
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Mr. Spencer

BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 14:42    Titel:    

der gedanke daran, dass die tiere nach ablauf der tierheimfrist im süden getötet werden, macht mich unheimlich traurig.
spenden für den auslandstierschutz finde ich nach wie vor unheimlich wichtig.
sie sollten eben richtig eingesetzt werden.
wenn ich hier leute mit "neuen" erwachsenen hunden treffe, sagen 7 von 10, dass der hund aus dem ausland ist und sie ihn vor dem sicheren tod gerettet hätten.
diese aussage geht mir ans herz und dann steht da das glückliche fellknäuel...
ABER:
die meisten dieser auslandshunde sind unter einem jahr alt. mir ist fast so, als würden die welpen/junghunde gezielt nach d vermittelt werden.
neulich, bei einer runde auf dem tierheimweg, meinte eine gassipatin, dass sie nun schon 10 jahre diesen hund ausführen würde und es würden immer mehr werden. mehr langzeithunde.
die hier abgegebenen hunde sind eben meist keine junghunde oder hunde mit handicaps.
ich denke, ihre chance auf vermittlung sinkt bestimmt durch die immer mehr dazu kommenden hunde aus dem süden.
im süden sollte mehr aufklärungsarbeit betrieben werden. die spenden sollten auch für kastrationen von streunern eingesetzt werden.
aber ob das dort überhaupt auch erwünscht ist bzw. gehör findet?
mir tun diese geschöpfe leid - warum auch immer dort gelandet und vom tode bedroht, wenn niemand kommt und den hund/die katze usw. rechtzeitig auslöst...
aber wir können nicht alle aufnehmen und hier vermitteln ohne dass unsere in not geratenen tiere nicht darunter leiden. was meint ihr?

schwieriges thema. ganz schwierig und traurig...

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Franki
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 15:39    Titel:    

Hallo Ellie,

ich kann dem Argument mit den armen Hunden, die ganz ohne jeden Zweifel große Not leiden, nicht folgen. Du hast es jetzt nicht so explizit gesagt, aber es kommt ja oft in Zusammenhang mit dieser Thematik.
Wenn man diesem Arguement folgen würde, dann müsste man auch die Welpen ganz übler Vermehrer in Deutschland abkaufen, denn die sind ja auch furchtbar arm dran (was ja auch stimmt!). Da ist man sich aber einig, dass man vor diesen Hunden abrät, ebenso wie von den Händlerhunden aus Osteuropa. Aber was geschieht mit diesen Hunden, die man aus Osteuropa hierherkarrt und die keiner abnimmt? Die werden ertränkt, in den Müll geworfen, im Wald verbuddelt oder - mindestens genauso schlimm, wieder mit zurückgenommen, dort ausgesetzt wo sie dann verenden. Wir sind uns doch aber alle einig, dass man diese Händler und Vermehrer nicht durch Abkauf der Hunde unterstützen soll und darf.
Und genau so bewerte ich es mittlerweile auch für das Ausland.
Auslandstierschutz ist wichtig, aber das eingesetzte Geld muss mE vor Ort eingesetzt werden.
Der Hundetransfer nach Deutschland ist einfach keine Lösung und er ist zutiefst ungerecht und wirft viele Probleme auf.

Warum ungerecht`?

Er ist ungerecht, da meist nur gut vermittelbare Hunderassen überhaupt aussortiert werden, größere Hunde wie Schäferhundartige oder ältere Hunde oder solche mit Handicaps werden kurzerhand nicht in die Vermittlung genommen sondern euthanasiert. Haben diese Hunde kein Lebensrecht sondern nur Rassehunde und hübsche oder kleine und gesunde Hunde?
Es ist auch ungerecht, dass sich diese Orgas auf die typischen Mittelmeeranreinerstaaten beschränken wir haben aber auch große Not in vielen arabischen Ländern oder in weiten Teilen Russlands, wo hundertausendfach Hunde getötet werden oder verenden. Ich war letztes Jahr übrigens in Rumänen geschäftlich. Ich weiß nicht wie viele hundert elende Hunde ich da gesehen habe, ganz sicher kein einziger davon vermittelbar. WER entscheidet welche HUnde hierherdürfen und welche aussortiert werden? Ist das ethisch vertretbar?

Warum problematisch?

Ich kenne jetzt mehr als genug Fälle, wo es zu GROßEN und zwar wirklich sehr großen Problemen gekommen ist mit Übergriffen auf Menschen und Tiere durch Auslandstierschutzhunde und zwar zu sehr schweren Übergriffen. WER schützt eigentlich manche andere Hunde oder Menschen vor diesen Hunden? Die Halter haben teils völlig traumatisierte Tiere übernommen, die nur in fachgeschulte Hand gehören und niemals in "Privathand". Solche Hunde werden aber in ganz normale Familien abgegeben, die Tierheime sind voll von ihnen! Siehe auch Artikel oben. Diese Kosten werden also der Allgemeinheit aufgebürdet.

Problematisch auch oft in Bezug auf die Gesundheit und die Angaben dazu und da können wir auch gleich beim Westie bleiben.
Ich weiß nicht wie viele Hunde ich jetzt aus dem Ausland gesehen habe, die "schwer) hautkrank waren. Wenn ich dann immer in den Annoncen lese, dass der Hund behandelt wird und nur eine x-y Allergie hat und alles wunderbar wird, da habe ich mich schon oft gefragt wie es sein kann, dass die dort in Ungarn und was weiß ich wo noch, immer so schnell die Diagnose haben, alles ganz easy - no problem - und hier sucht man teils Jahre nach den Auslösern? Wie geht das, haben die da bessere Tierärzte mit Wunderdiagnosemöglichkeiten? Liebe Leute - das ist Lug und Trug! Verfolgt man diese Hunde bei den Haltern später, so entwickeln sich 80% davon zu Dauerbaustellen, zu chronisch kranken Hunden mit dauerhaft gestörtem Immunsystem. Aktuell weiß ich von so einem Westie, der jetzt innert 1/ 1/2 Jahren knapp 4.000 Euro an Behandlungskosten verschlungen hat! Da hieß es auch, alles kein Problem.... Das kann nicht jeder schultern und auch hier wieder - nur falsche Angaben.
Den Leuten wird etwas vorgegaukelt, es werden fahrlässig Angaben gemacht, die unhaltbar sind. Sowohl was das Gesundheitliche betrifft, als auch das Verhalten. Es werden Hunde, deren Vergangenheit man nicht kennt in völlig unbedarfte Hände vermittelt, tw hundeunerfahren sind. Das alles ist unseriös. Und ja, es leiden die darunter, die diese Aufgabe seriös und mit viel Sorgfalt durchführen. Aber auch die müssen sich fragen, ob das alles so weitergehen kann wie bisher.

Meine Meinung zu alledem ist, dass man das ganze Geld, dass da reingesteckt wird (und das sind Unmengen, alleine schon die Tierheimkosten für alle diese Hunde, die Trainer, die Arztkosten, der Transfer, die Logistik vor Ort und undund) VOR ORT investieren sollte in Programme zur Vermeidung dieser Zustände vor Ort. Man wird sie nicht vermeiden können, aber man kann es sicher abmildern, so dass es weniger wird.
Natürlich kenne ich auch Hunde, die aus dem Ausland sind, und die es hier jetzt gut haben und alle Beteiligten glücklich sind. Mich freut es für diese Hunde. Wenn ich aber rein emotional entscheide, dann muss dasselbe aber dann auch für Hundehändlerwelpen gelten, die man dann eben aus Mitleid abgekauft hat oder für Vermehrerwelpen, wo die Hündinnen wie Legehennen gehalten werden.
Das ist keine Lösung für mich.
Grüße
Anja O`Glendence
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BeitragVerfasst am: 19.2.2013, 17:08    Titel:    

Hallo,

es ist wirklich ein ganz schwieriges Thema was den Auslandstierschutz und den Import nach Deutschland betrifft.
Ich lehne es entschieden ab, dass Hunde in anderen Ländern nach einer gewissen Zeit getötet werden. In Facebook sehe ich tagtäglich Anzeigen, wo es um Tierheimhunde geht, die in Amiland nach relativ kurzer Zeit euthanasiert werden.

Ich bin froh in einem Land zu leben, in dem das nicht so gehandhabt wird.

Spenden ins Ausland und dort das Übel an der Wurzel packen finde ich generell den richtigen Weg. Gescheite Tierheime und Kastration der Straßenhunde.
Aber ich würde nur spenden, wenn es sich um eine deutsche oder international anerkannte Organisation handelt - ich würde nicht wollen, dass mit meinen Spenden dann in Spanien die Ausbildung eines Toreros finanzieren, oder in Japan die Walfangflotte frisch gemacht wird (alles schon vorgekommen).

Eine derartige gut vernetzte Tierschutzorganisation, die sich speziell mit dieser Thematik auseinandersetzt, gibt es meines Wissens nicht. Vereinzelt finden sich kleinere, aber leider wieder wenig transparente Orgas, die eben dies versuchen zu realisieren.

Aber ist doch schön, dass die EU sich berät wie groß und rot eine Tomate sein darf, was aber mit tausenden von Straßenhunden passiert (die in Spanien übrigens mal ganz bewusst gehortet wurden, um die Leishmaniose von den Menschen fern zu halten) findet in der Politik kein Gehör (HIER fehlt leider ein entsprechender Ironie-Smilie - der angebotene mit einem lachenden Männchen geht weit an der traurigen Realität vorbei).

VG
Anja

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