doch ein Dominanzproblem?


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Pia13
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 07:10    Titel:    

@Frank

Zurückbeißen! Mr. Green

Das meine ich übrigens durchaus ernst.
Sowohl Aischa vor vielen Jahren als auch eine äußerst knabberfreudige CattleDogDame von ein paar Monaten haben damit sehr effektiv gelernt, dass beissen Schmerzen verursacht.
Candy hat meine Mutter als Welpe so heftig beim Spiel in die Hand gebissen, dass sie genäht werden musste.
Die Wunde ging durch bis auf den Knochen und schrammte nur haarscharf an einer Sehne vorbei.
Da war für mich endgültig Schluß.
Immer wenn sie mich dann (beim Spiel) in die Hand oder Beine gezwickt hat, hab ich sie ins Ohr gebissen.
Nicht sehr fest, aber schon so, dass sie es durchaus gespürt hat.
Das geschah immer sehr schnell als Reaktion auf ihr Beissen - die Sprache hat sie verstanden!
Sie hat sich das sehr schnell abgewöhnt und es ist keineswegs so, dass sie deswegen kein Vertrauen mehr hatte oder gar Angst gehabt hätte.
Mag sein, dass man das schon unter dem Begriff "Meideverhalten" betrachten kann.
Ich sehe es aber wie Du - bei manchen Dingen bin ich sogar froh, wenn der Hund etwas unterlässt, was ich gar nicht will.

Ooooh, ich höre schon die ersten entsetzten Aufschreie...
Nein, ich empfinde das nicht als Gewalt meinem Hund gegenüber und nein, dem Hund hat es in keinster Weise geschadet!
Sie ist eine lebensfrohe, vergnügte Hündin mit einem gesunden Selbstbewußtsein und viel Vertrauen zum Menschen geworden.
Inzwischen wird sie übrigens beim DRK als Rettungshund ausgebildet.
Sooo viel kann ich also in der Grunderziehung nicht falsch gemacht haben Mr. Green

Bissige Winken Grüße
Pia
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Bayouma
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 08:30    Titel:    

@ Pia
Toll ! Genau das mache ich halt auch. Nur ich beiße halt nicht sondern zwicke meine Batida dann mit den Fingernägeln. Das funktioniert einwandfrei !

@ Dompte
Ich lese bei Dir immer so oft das Wort Gewalt. Ich glaube, keiner hier von den Leuten, die hier posten, hat irgendwie auch nur im Entferntesten daran gedacht, seinem Hund Gewalt anzutun. Leute, die ihren Hunden Gewalt antun, würden hier sicher nicht schreiben. Das ist doch gar nicht unser Anliegen. Es gibt doch wirklich einen ganz wesentlichen Unterschied zwischen Konsequenz und Gewalt. Da liegen für mich Welten dazwischen.
Man wendet doch das "auf den Rücken werfen" nur an, wenn man mit anderen Mitteln nicht mehr weiterkommt. Ein klar denkender Hund, wenn er sich nicht gerade in den Flegel-Monaten befindet, wird schon an meiner Konsequenz erkennen, wer hier eigentlich Chef im Ring ist. Und mit dem "Chef im Ring" meint man doch auch nicht, daß wir nun unsere Position, größer zu sein, ausspielen, weil wir als Menschen vielleicht an irgendeiner Stelle mal unsere Machtposition ausüben können.
Und nun werde ich mal etwas provokativer :
Überlege Dir mal bitte, für wen das über ein brennendes Hölzchen hopsen war ! Hast Du das für Dich oder für den Hund gemacht ? An anderer Stelle erwähntest Du mal (wenn ich mich jetzt richtig erinnere!), daß in einem Wolfsrudel diese Unterwerfen in Form des auf den Rücken werfens nicht stattfinden würde. Aber mal ehrlich,- wo in einem Rudel springen denn die Wölfe über ein brennendes Hölzchen ?
Was bringt es dem Hund ? Ist das nicht eher das, daß der Mensch nach außen hin etwas zeigen möchte : Schaut her, was mein Hund Tolles kann !
Möchte sich da nicht der Mensch profilieren ?
Bitte verstehe mich nicht falsch, denn ich kann es gut nachvollziehen, wie stolz Du warst, daß Dein Hund Dir so sehr vertraut. Das ist auch gut so. Ich will Dir nur den sich für mich aufzeigenden Widerspruch zeigen.
Für meinen Teil mache ich mit Hunden nur Dinge, die für sie und für das Zusammenleben mit ihrer Umwelt wichtig sind. Dies gilt auch komplett für den Schutz des Hundes.
Hat mein Hund etwas im Fang und ich weiß nicht, was das ist, dann kann ich nicht erst ein Tauschspielchen anfangen, so frei nach dem Motto : Gibst Du mir das Rattengift, dann bekommst Du ein Leckerchen. Macht er das dann nämlich nicht schnell genug, dann kann ich die Leckerchen in den Müll werfen.
Da muß es einfach schnell gehen und er muß zu seinem eigenen Schutz schnell folgen und das ohne wenn und aber.

Liebe Grüße
Bayouma
dompte
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 10:31    Titel:    

beissen, zwicken, mit einigem kraftaufwand auf den rücken legen und festhalten bis der hund resigniert............ wie soll man den das bezeichnen. liebevolle konsequente erziehung? ich lese immer, das ist das letzte mittel, die letzte möglichkeit, wenn nichts mehr anderes fruchtet. da müßten ja alle die das praktizieren die perfekten hunde haben. habt ihr die???? ich kenne keinen, jawohl keinen nicht einmal die, die nur mehr marionetten sind. der hund bleibt ein selbstständig denkendes lebewesen und damit wird er nie, wirklich nie 100 % unter kontrolle sein. und diese sagen wir mal 90 % kontrolle braucht keine gewalt, wirklich keine. manche werden jetzt denken ich habe meine hunde gar nicht erzogen, nein das stimmt nicht, ich habe beide hunde genauso erzogen wie ihr, nur mit anderen mitteln. (anfänglich leider bei meinem westimädchen mit den falschen mitteln) darum kann ich den unterschied so gut sehen. mein westimädchen wird seit ca 2 1/2 jahren, und mein tierheimrussel wird seit ca 1/2 jahr nur mehr mit possitiver motivation erzogen. ich brauche das wehtun nicht. für was auch, wenn es anders geht. es ist vielleicht etwas mühsamer, aber ich hab ja keinen hund damit ich nix zu tun hab Lachen .
ich verurteile niemanden der beißt zwickt stubst(mach ich auch), aber bitte versucht nicht mir einzureden, daß auf den rückenlegen liebevolle konsequenz ist, das glaub ich nicht.
von wegen über brennende holzerl springen, da dürfe man gar nix mit dem hund machen, weder unterordnung noch agility oder obidience oder sonst was. oder glaubs der hund würde von sich aus durch den reifen springen. das ist eine gemeinsame freizeitgestaltung, und wenn es dem hund keinen spaß macht (und du weißt sicher wie ein freudiger hund sich benimmt) dann läuft gewaltig was schief, dann bin ich auch dafür das nicht zu tun, oder es anders zu versuchen.
schade das keiner versucht seinen hund anders zu sehen, als das nach macht gierende wesen, daß demnächst die weltherrschaft an sich reissen will. ichgebsauf.gif
Diana of Ivy Garden
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 12:25    Titel:    

dompte hat folgendes geschrieben:

...

schade das keiner versucht seinen hund anders zu sehen, als das nach macht gierende wesen, daß demnächst die weltherrschaft an sich reissen will. ichgebsauf.gif


Hallo Susi,

es war bis jetzt in diesen Thread ein sehr informativer Austausch. Ich gebe es jetzt auch auf. Ich bitte Dich, jetzt nicht aus Frust die anderen User hier anzugreifen. Hört sich jetzt vielleicht etwas böse an, aber es läuft schon in die Richtung.

Ich konnte allerdings an Deinem letzten Satz erkennen, dass Du Barry Eaton gelesen hast. Richtig?

Er zweifelt die Dominanz-Theorie an. Er stellt in Frage: "Tatsache oder fixe Idee?"
Er legt sich auch nicht fest. Er stellt einfach alles in Frage und lässt es offen. Es fehlen Beweise. Es gibt nur Geschriebenes, auch wenn er es sehr überzeugend schreibt.

Niemand, kein Verhaltensforscher und auch von denen die hier geschrieben haben, denken auch nur ANNÄHERND, das der Hund versucht die ganze Herrschaft, welche auch immer, zu erreichen.

Hunde setzten, im Gegensatz zu vielen Menschen, Prioritäten. Nur diese sind für ihn wichtig. Und diese Ziele verfolgt er, ob Du willst oder nicht.

Ich rede jetzt von unseren Hunden und nicht von den mit Druck oder Gewalt erzogenen. Wobei auch diese ein Ziel haben, nämlich das Meiden.

Das Buch ist interessant und es gibt einiges, was zum Nachdenken bzw. Umdenken anregt. Aber eben nicht alles. Das sagt schon der gesunde Menschenverstand *ist nicht persönlich gemeint Sehr glücklich *.

Ich frage mich schon, warum es einige sehr gute Verhaltensforscher gibt, wenn es doch Barry Eaton gibt. ironie.gif

Also wie gesagt: Gelesen haben sollte man das Heft, aber nicht nur dieses. Es gibt auch noch ein paar andere gute Bücher.

Bitte fühle Dich nicht angegriffen, aber auch andere hier sind von ihrer Methode, ihrem theoretischen Wissen und ihrer Erfahrung überzeugt.

Ich für mich schwöre auf die positive Bestärkung. Aber es geht halt nicht ausschließlich so. Das Rückenlegen jetzt mal außer Acht gelassen.

Liebe Grüße

Diana

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"Woran sollte man sich von der endlosen Verstellung, Falschheit und
Heimtücke der Menschen erholen, wenn die Hunde nicht wären,
in deren ehrliches Gesicht man ohne Misstrauen schauen kann? "
*Arthur Schopenhauer*

"Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."
*Louis "Satchmo" Armstrong*

Franki
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 12:36    Titel:    

dompte hat folgendes geschrieben:
beissen, zwicken, mit einigem kraftaufwand auf den rücken legen und festhalten bis der hund resigniert............ wie soll man den das bezeichnen. liebevolle konsequente erziehung?
Ja so würde ich das bezeichnen.
ich lese immer, das ist das letzte mittel, die letzte möglichkeit, wenn nichts mehr anderes fruchtet. da müßten ja alle die das praktizieren die perfekten hunde haben. habt ihr die???? ich kenne keinen, jawohl keinen nicht einmal die, die nur mehr marionetten sind. der hund bleibt ein selbstständig denkendes lebewesen und damit wird er nie, wirklich nie 100 % unter kontrolle sein. und diese sagen wir mal 90 % kontrolle braucht keine gewalt, wirklich keine. manche werden jetzt denken ich habe meine hunde gar nicht erzogen, nein das stimmt nicht, ich habe beide hunde genauso erzogen wie ihr, nur mit anderen mitteln. (anfänglich leider bei meinem westimädchen mit den falschen mitteln) darum kann ich den unterschied so gut sehen. mein westimädchen wird seit ca 2 1/2 jahren, und mein tierheimrussel wird seit ca 1/2 jahr nur mehr mit possitiver motivation erzogen. ich brauche das wehtun nicht. für was auch, wenn es anders geht. es ist vielleicht etwas mühsamer, aber ich hab ja keinen hund damit ich nix zu tun hab Lachen .
Zweifelsohne ist es mühevoller und langwieriger- aber wenn es mal schnell funktionieren muss? Wie gewöhnst Du denn jetzt einem Hundewelpen großer Rassen das um sich beißen ab? Man hat dafür doch keine 2 Monate Zeit.... .
ich verurteile niemanden der beißt zwickt stubst(mach ich auch), aber bitte versucht nicht mir einzureden, daß auf den rückenlegen liebevolle konsequenz ist, das glaub ich nicht.
Jedem das Seine, finde ich auch. Einreden möchte ich Dir gar nichts, ist doch gut, wenn Du damit gute Erfahrungen gemacht hasst. Allerdings hasst Du aber einzureden versucht, dass man mit sowas das Vertrauensverhältnis zerstört, was ich mir wiederum nicht so ohne weiters einreden lasse. Wo sind die objektiven Studien dazu - das man sowas mit so absoluter Gewissheit behaupten kann?
nde holzerl springen, da dürfe man gar nix mit dem hund machen, weder unterordnung noch agility oder obidience oder sonst was. oder glaubs der hund würde von sich aus durch den reifen springen. das ist eine gemeinsame freizeitgestaltung, und wenn es dem hund keinen spaß macht (und du weißt sicher wie ein freudiger hund sich benimmt) dann läuft gewaltig was schief, dann bin ich auch dafür das nicht zu tun, oder es anders zu versuchen.
schade das keiner versucht seinen hund anders zu sehen, als das nach macht gierende wesen, daß demnächst die weltherrschaft an sich reissen will. ichgebsauf.gif
Warum dieser seufzende, erhobene Zeigefinger? So schlechte Diksussionpartner sind wir doch gar nicht als dass es sich nicht lohnt, darüber zu diskutieren -oder? Ich sehe den Hund so, wie ich es erlebe, wie ich es in den Huschu`s gelernt habe und ich sehe in so, wie er in zahlreichen Büchern beschrieben wird - als an ein Wesen, welches klare hierarchische Ordnungen benötigt. Der Weg dahin - darüber gibt es ja zahllose Theorieren und Praktiken.Wer sagt Dir, dass die von Dir favorisierte Theorie die einzig richtige - das einzig Wahre ist? Ich für mich pflück mir das raus, was mir sinnvoll erscheint. Konkret bedeutet das bei mir 90% positive Verstärkung, 10% Tadel, Unterordnung etc. Ich denke, damit verkorkst man die arme Hundeseele nicht.
Smilie

Grüße
Frank Sehr glücklich
Anja O`Glendence
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 12:51    Titel:    

dompte hat folgendes geschrieben:
beissen, zwicken, mit einigem kraftaufwand auf den rücken legen und festhalten bis der hund resigniert............ wie soll man den das bezeichnen. liebevolle konsequente erziehung? ich lese immer, das ist das letzte mittel, die letzte möglichkeit, wenn nichts mehr anderes fruchtet. da müßten ja alle die das praktizieren die perfekten hunde haben. habt ihr die????


Kommt drauf an was Du unter "perfekt" verstehst.
Ich habe ausschliesslich Hunde, die mich niemals anknurren würden, denen ich alles aus dem Fang nehmen kann, usw.
Was ich nicht habe sind HUnde mit Kadavergehorsam, sondern Westies mit dem entsprechenden Dickkopf und teilweise "Deko-Ohren" auf Durchzug.
ABER ich kann mich darauf verlassen, dass sie weder mich, noch andere in Gefahr bringen.

Das Zwicken, und Zurückkneifen (und auch Calming Signals) im Welpenalter ist doch nichts anderes, als das, was Hunde untereinander zum Erlernen der Beisshemmung ebenfalls praktizieren.
Was also kann der Hund schneller und effektiver lernen, als seine eigene Sprache?

Clicker usw. sind erstmal Fremdsprachen für den Hund und müssen erlernt werden.

Ich schliesse mich da allen an, wenn man mit Welpen spazierengeht, dann hat man nicht alle Zeit der Welt um ihm beizubringen, aus dem Fang zu lassen was grad drin verschwunden ist, denn eben Welpen neigen ja dazu, alles was rumliegt erstmal in den Mund zu nehmen. Das dies mal Böse ausgehen kann, brauche ich ja nicht zu sagen.

Daher stehe ich auf dem Standpunkt, es gibt Dinge, die müssen schnell gelernt werden, Dinge die können mit Zeit angegangen werden und Dinge, die darf es niemals geben.
Alle drei Bereiche müssen/können anderes erzogen/trainiert werden.

Viele Grüße
Anja

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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 13:41    Titel:    

Hallo Susi,

so ganz allmählich beschleicht mit der Gedanke, Du verstehst uns grundlegend falsch!

Weder ich noch (denke ich) irgendjemand sonst hier tut seinem Hund in voller Absicht und ohne Grund weh.
Wenn ich meinen Hund beisse, dann als RE-Aktion auf seine Aktion!
Ich sage ihm lediglich klar und deutlich in einer für ihn sehr verständlichen Sprache: Bis hierhin und nicht weiter!
Und auch das nur und ausschließlich als letzten, wirklich allerletzten Ausweg.
Meine Hunde sind ganz sicher nicht perfekt erzogen - darauf lege ich auch gar keinen Wert.

Worauf ich jedoch Wert lege, ist ein Hund, dem ich auch einmal im Beisein eines Kindes für 10 Sekunden den Rücken zudrehen kann - ohne um das Kind bangen zu müssen.
Dies nur als Beispiel.

Was dieser Kommentar von Dir bedeuten soll, ist mir nicht ganz so klar:
schade das keiner versucht seinen hund anders zu sehen, als das nach macht gierende wesen, daß demnächst die weltherrschaft an sich reissen will.

Niemand hier sieht seine (oder andere) Hunde so und darum geht es auch gar nicht.

Wenn Du mit Deiner Methode Erfolg hast, dann ist das doch wunderbar!
Aber es gibt nunmal keine allgemeingültige Methode, die auf jeden Hund passt!
Jeder Hund reagiert und lernt anders - und entsprechend muss ich meine Erziehungsmethoden anpassen und ständig überprüfen bzw. korrigieren.

Aber um auf etwas anderes zu kommen:
Du bezeichnest das, was wir hier diskutieren als Gewalt.
Gleichzeitig aber - und nun entschuldige bitte, wenn auch ich ein wenig provokativ werde! - springst Du mit Deinem Hund über brennende Hölzchen.
So sorry Susi, aber das ist etwas das ich nicht akzeptieren kann!
Wenn ich sage, Aischa würde mir ins Feuer folgen, dann ist das als Metapher zu verstehen (obwohl sie es wahrscheinlich wirklich tun würde)!

Niemals, und ich betone wirklich niemals, wäre ich auf die Idee verfallen, einen Sprung übers Feuer von ihr zu verlangen!
Selbst wenn Du sagst, Dein Hund ist Dir freudig gefolgt.
Welchen Sinn und Zweck soll das erfüllen? Ausser das sich der Mensch profiliert?
Ich sehe keinen!

Meine Hunde müssen mir ihren Mut und ihr Vertrauen nicht beweisen!
Und wenn sie es doch tun - dann von sich aus und ohne das ich ähnliches von ihnen verlangt hätte.

Ansonsten: Anja, Du nimmst mir die Worte aus dem Mund!
Obwohl.....DekoOhren kaputtlach.gif der Begriff passt ebenso gut wie Edelzicken Mr. Green

Und Zicken sollen und dürfen sie auch bleiben.
Mit einem eigenen Willen, mit der Terriertypischen Sturheit und einer gehörigen Portion Selbstbewußtsein!

In diesem Sinne
Pia
Ushi
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 14:07    Titel:    

Hallo ihr Lieben, ich hab ja gestern abend Susi und ihre beiden Terriermädel kennenlernen dürfen - Susi, nochmal vielen Dank für den Superspaziergang, hat meinem Wuff und mir Riesenspaß gemacht, er hat sicher die ganze Nacht von deiner Roxy geträumt!

Und wir haben natürlich laaaang und ausführlich über diese Diskussion hier gesprochen, aber es war insofern fad ironie.gif weil wir uns gar sooo einig waren!

Und doch sind wir teils unterschiedlicher Meinung, einfach weil unsre Hunde so unterschiedlich sind! Die beiden Mädel von Susi sind wirklich süß, freundlich und selbstbewusst und selbstsicher. Super! Und meiner ist gegenüber Hündinnen super brav, lässt sich auch gern mal zurechtweisen von den Damen, wenn er ihrem Spielzeug zu nahe kommt Mr. Green duckrenn.gif . Und da sind wir schon bei der Sache: naja, dann fährt halt Hund A dem Hund B mal kurz an den Nacken, Hund A knurrt schrecklich, Hund B quietscht schrecklich, und die Sache ist klar: Hund B lässt die Pfoten von Hund A's Spielzeug! zumindest für die nächsten 2 Stunden, dann wird man doch nochmal nachfragen dürfen.

Anfangs, wenn ich mein Hundi so quietschen hörte, ist mir gleich das Herz in die Hosen gefallen - der böse andere Hund bringt mein Hundi um. Quatsch - so machen sie es eben untereinander freundschaftlich!


Ganz anders wäre das zwischen Rüden oder zwischen Hündinnen - da gibt es für mich kein "die machen das schon untereinander aus". Und weil mein Rüde mit Rüden nicht gern mag Mr. Green , muss ich dort Mittel anwenden, die nicht nur positive Verstärkung bedeuten - ich hab's versucht, es hat nicht geholfen. Vielleicht ja auch, weil ich es falsch gemacht hab, aber ich kann's halt nicht besser. Nun habe ich andere Methoden gesucht und Tipps gekriegt, etwa "Führung übernehmen" an kurzer Leine flott weggehen - hilft super! Und beim Ringtraining, da geht's ja auch um Revierverteidigung (der Ring ist meiner Sehr böse Sehr böse ) da hilft nur die Wurfkette - aber die super. Und nur dort!

Gell Susi, so wie wir gestern gesagt haben: eigentlich erübrigt sich ja jede Diskussion, weil es ist doch alles relativ: je nach Hund und Mensch und Situation.

Aber das wär doch schrecklich - was diskutieren wir denn dann im Forum?????


lG
Ilse
Anja O`Glendence
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 14:57    Titel:    

Ushi hat folgendes geschrieben:
Und da sind wir schon bei der Sache: naja, dann fährt halt Hund A dem Hund B mal kurz an den Nacken, Hund A knurrt schrecklich, Hund B quietscht schrecklich, und die Sache ist klar: Hund B lässt die Pfoten von Hund A's Spielzeug! zumindest für die nächsten 2 Stunden, dann wird man doch nochmal nachfragen dürfen.


siehst Du Winken und Hunde verstehen das nicht als Gewalt, es ist "ihre" Sprache.

Welpen quietschen auch schrecklich wenn Mama oder falls vorhandne Papa sie zurechtweist, da gefriert einem das Blut in den Adern.
Aber es passiert, ausser dem Lerneffekt, nichts.

Ich denke man muss sich vor allem auf ein Lernmodell festlegen.
Beginnt man mit Calming Signals, versucht also die hündische Sprache, wenn auch nicht akzentfrei zu sprechen, dann sollte auch die Zurechtweisung "hündsch" geschehen.
Versucht man es mit anderen Lernmodellen, dann sollte man auch auf dieser Schiene bleiben.
Was für mich persönlich zu Verwirrung führen kann, ist das vermischen mehrerer Modelle, vor allem am Anfang, wenn der Hund neu (als Welpe oder noch schwieriger als Second Hand Hund) in die Familie kommt.

Bei uns herrschen auch zwei verschiedene Modelle.
Meinen Scooby udn Nala habe ich eher "menschlich" erzogen, sie beherrschen udn kennen viele Worte, reagieren auch darauf.

Bei den Kleinen, da kamen immerhin gleich drei aufeinmal ins Mensch-Hund-Rudel, habe ich eher das geamcht, was Nala mir vorgemacht hat.
Sie kennen daher aber auch deutlich weniger menschliche Worte, als die Großen.
Dafür reagieren sie viel intensiver auf Blicke, Zähne zeigen, usw.

Ich hatte einmal ein tolles Erlebnis mit Mike (scotsman) ich hoffe ich darf das hier erzählen.
Mike kommuniziert mit seinem Rudel rein hündisch, Zähne zeigen, Zähne blecken, schmatzen, usw. das ganze Repertoire an hündischen Signalen.

Ich war mit meinem Scooby auf der Europasiegerschau. Obwohl der der Meinung ist er ist der einzigst wahre Westiemann (der Meinung ist Mamafrauchen natürlich auch leider aber nicht der Rest der Welt) ging es beim Druchlaufen der Hallen sehr gut.
Die Reizüberflutung hat hier sein übriges getan.

Als wir dann neben Prinzie und Marc standen gings los.
Prinzie im Kennel und mein Scooby davor udn den großen Macho markiert.
DANN hat Mike mit ihm gesprochen.
Während dieses stillen "Gebärden-Gesprächs" ging Scoobys aufrechte Rute immer mehr runter. Er begann mit Calming Signals und es war Ruhe zwischen ihm und Prinzie.
Nach 5 Min. das gleiche Spiel von vorne, Mike "sprach" nochmal mit ihm, legte (ich betone LEGTE, nicht griff, nicht zwickte, einfach nur legte) ihm dann zur Verstärkung die Hand auf den Nacken und mein Scooby quietschte.
Das war einfach nur ein "Ist ja gut, DU hast das Sagen ich halte meine Klappe", mehr nicht, denn Schmerzen waren für das Quietschen nicht evrantwortlich.
DANACH war alles klar zwischen Prinzie und meinem Scooby weil nämlich klar war, der einzige der überhaupt was zu knurren hätte, ist Mike und sonst keiner.

Ich fand das super interessant und lehrreich, denn es spielte sich auf einer Ebene ab, die uns doch sehr fremdsprachlich vorkommt.

Sonnige Grüße
Anja

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dompte
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BeitragVerfasst am: 14.7.2006, 15:58    Titel:    

hallo diana,
bitte glaube mir ich greife gar niemanden an, ich mag mich nur nicht für blöd verkaufen lassen. ich habe schon einige postings vorher geschrieben, daß es jedem seine sache ist wie er seinen hund erzieht und ich das auch verstehe, wenn man keine anderen wege sieht. ich möchte nur kundtun, daß es sehrwohl eine andere möglichkeit gibt. es muß im vorfeld schon was passiert sein, wenn ein hund sein frauerl herrl anknurrt oder abschnappt. bei pias hund ganz klare unsicherheit in meinen augen. wahrscheinlich hat er früher in der selben oder einer ähnlichen situation ein schlechte erfahrung gemacht und bevor das passiert verwarnt er halt lieber.
auch wenn alle das auf den rücken legen schönreden, es ist und bleibt körperliche gewalt, wenn auch nicht in einer brutalen form (denke ich mir in diesem forum zumindestens) aber es ist gewalt, sowie beissen, zwícken. natürlich ist es nicht so schlimm wie schlagen usw. aber es ist gewalt, niemand kann mir war anderes einreden. der hund hat keine möglichkeit einen anderen weg zu gehen.
übrigens ich habe barry eaton NOCH nicht gelesen, aber schon mit einigen leuten darüber gesprochen. ich zweifle nämlich nicht eine gewisse hirachie an. die muss wohl sein, auch bei meinen kindern war ich der (ich weiß kein wirklich gutes wort, weil alle so negativ besetzt sind)der das sagen hatte.
es ist auch in ordnung, wenn man von seiner erziehungsmethode überzeugt ist, ich wollte ursprünglich nur pia sagen, daß nach 2 wochen der hund einfach noch unsicher ist und darum abschnappte, das ist sicher keine form von dominanz. darum war ich auch so erschrocken die tipps zum am rücken legen zu lesen.
lg susi usw.
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